Nachhaltige Werbeartikel

Nachhaltige Werbeartikel

Im vorangegangenen Beitrag Werbeartikel (besser als Online-Werbung?) sind wir zugunsten der Nachhaltigkeit bereits bevorzugt auf hochwertige und beständige Werbemittel eingegangen. Solche Produkte bieten euch und euren Kunden doppelten Nutzen: Zum einen erzeugen langlebige Produkte, versehen mit eurem Unternehmenslogo, positive Assoziationen (Qualität, Vertrauen) mit eurer Firma. Zum anderen sind Artikel, die eine möglichst lange Haltbarkeit mitbringen besser für die Umwelt, da so automatisch weniger weggeschmissen wird und weniger Ressourcen verbraucht werden.

Die nachhaltigsten Artikel sind also immer Mehrwegartikel bzw. Produkte, die durch ihre Hochwertigkeit lange Zeit verwendet werden können. Wenn es doch einmal Einwegartikel sein müssen, werden hierfür mittlerweile einige umweltfreundlichere Alternativen angeboten.

Hinweis zu biologisch abbaubaren Einwegartikeln

Einwegartikel aus Pappe, wie Kaffeebecher oder Lebensmittelverpackungen für unterwegs, lassen sich zwar einfach mit eurer Werbebotschaft bedrucken, sind aber nur dann biologisch abbaubar, wenn auf eine Kunststoffbeschichtung verzichtet wird.

Angeblich biologisch abbaubarer Kunststoff („Bioplastik“) ist leider mehr Schein als Sein. Schon 2017 urteilte das Umweltbundesamt, dass Beschichtungen oder Tüten aus diesem Material keine geeignete Alternative darstellen.

Werbeartikel aus nachhaltigen Rohstoffen

Neben Werbemitteln aus recyceltem Kunststoff oder Papier kommen auch nachhaltige Materialien aus der Natur in Frage: Bambus wächst einen Meter pro Tag, Palmblätter gelten als Nebenprodukt und wären damit Abfall. Die besonderen Korkeichen binden durch Aberntung der Rinde (Kork) sogar mehr CO2 als ungenutzte Bäume.

Klingt super? Finden wir auch! Doch welche Werbemittel lassen sich aus diesen umweltfreundlichen Materialien herstellen? Und was gilt es dabei zu beachten?

1. Palmblatt und nachhaltiger Bambus

Einweggeschirr aus Palmblättern findet immer häufiger Verwendung und die Nutzung dieser Varianten ist im Vergleich zu solchen aus Kunststoff oder Papier tatsächlich nachhaltiger: Der Energieaufwand bei der Produktion ist geringer und dank des Naturstoffes ist das Geschirr innerhalb weniger Wochen biologisch abbaubar.

Einweggeschirr aus Palmblatt und Bambus ist biologisch abbaubar.

Biologisch abbaubares Einweggeschirr aus Palmblatt (links) und Bambus.

Auch Bambus ist ein beliebtes Material für nachhaltiges Einweggeschirr, findet jedoch ebenso in vielen anderen Bereichen Verwendung, wie z. B. dem Möbelbau. Außerdem hatte bestimmt jeder von uns schon einmal ein Schneidebrett aus diesem schnell nachwachsenden Rohstoff in der Hand. Mittels Lasergravur lässt sich so ein Brettchen einfach mit eurem Logo oder eurer Werbebotschaft versehen.

Dank schnell wachsendem Rohstoff nachhaltig: Individualisierbares Schneidebrett aus Bambus.

Haltbar und individualisierbar: Schneidebrett aus Bambus.

Achtung: Kaffeebecher und anderes Mehrweg-Geschirr aus Bambus klingt erst einmal nach einer umweltfreundlichen Alternative. Oft sind diesen Artikeln jedoch Zusätze beigefügt, die die positiven Effekte des Grundmaterials wieder aushebeln. So können sich bei Kaffeebechern aus dem bei der Herstellung verwendeten Klebstoff gesundheitsschädliche Stoffe lösen. Es sollte also unbedingt auf die Zusammensetzung der Produkte geachtet werden.

2. Kork

Nicht nur unter Weinliebhabern bekannt: Naturkorken. Doch das dafür verwendete Material – Kork – eignet sich für viele weitere Produkte – auch für Werbemittel. Wie wäre beispielsweise eine Schreibmappe aus Kork, versehen mit eurem Logo für den nächsten Workshop?

Selbst Armbanduhren werden aus diesem interessanten Rohstoff hergestellt und bilden damit ein spannendes und hochwertiges Geschenk für eure Kunden, Partner und Mitarbeiter.

Spannender Rohstoff Kork – hier als Schreibmappe und Armbanduhr. Auf Wunsch mit eigenem Logo.

Schreibmappe und Armbanduhr aus dem nachhaltigen Rohstoff Kork – individualisierbar mit eurem Firmenlogo!

Warum Kork so gut für die Umwelt ist, könnt ihr beispielsweise beim NABU nachlesen.

3. Jute und Baumwolle

Überraschenderweise schneiden zumindest bei den wiederverwendbaren Tragetaschen solche aus Kunstfasern bei der Deutschen Umwelthilfe besser ab, als Naturfasertaschen. Dies ist vor allem auf die aufwändigen, zum Teil umweltbelastenden Anbaumethoden der Naturfasern zurückzuführen.

In jedem Fall gilt jedoch auch hier: Mehrweg ist besser als Einweg. Plastiktüten (mit Werbeaufdruck) sind mittlerweile ohnehin verpönt. Bietet euren Kunden also besser eine Alternative an, die haltbar ist und klärt unter Umständen auch darüber auf, dass eine Mehrwegtasche nur dann eine bessere Umweltbilanz hat, wenn sie auch wirklich mehrmals verwendet wird.

Übrigens dürfte mittlerweile bekannt sein, dass Einweg-Papiertragetaschen durch den hohen Energieaufwand bei der Herstellung nur bedingt besser als Einweg-Plastiktüten sind.

Natürlich lassen sich aus Naturfasern weitaus mehr Produkte herstellen als Tragetaschen. Bekannt schon zu Omas Zeiten waren beispielsweise Wachstücher (aus Baumwolle, beschichtet mit Bienenwachs), die heute eine tolle Alternative zu Butterbrot-Tüten oder Frischhaltefolie darstellen. Sie sind abwaschbar und können ca. 1 Jahr lang verwendet werden. Versehen mit eurem Logo entsteht so ein wertvoller Alltagsbegleiter, der die Umwelt schont und den Nutzer jeden Tag positiv an euer Unternehmen erinnert.

Besser als Frischhaltefolie: Bienenwachstücher. Auch diese lassen sich individualisieren.

Ökologische Alternative zu Frischhaltefolie & Co.: Bienenwachstücher. Sie sind abwaschbar, mehrmals wiederverwendbar und mit eurer Werbebotschaft bedruckbar.

4. Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft

Werbeartikel aus Holz klingen im Vergleich zu solchen aus Kunststoff erst einmal nachhaltiger. Doch auch hier gilt: Auf die Herkunft kommt es an. Achtet beim Kauf von Giveaways aus Holz also auf die entsprechenden Zertifizierungen, wie beispielsweise das Forest Stewardship Council®-Siegel. Zudem sollten die Produkte ebenfalls haltbar sein und lange verwendet werden können.

Schick und doppelt nützlich ist z. B. dieser Schlüsselanhänger, der gleichzeitig als Handyhalter dient. Mit eurem Logo als Gravur wird er zum praktischen Hingucker!

Schick und praktisch ist dieser Schlüsselanhänger/Handyhalter aus Holz mit Gravur.

Handyhalter und Schlüsselanhänger in einem. Versehen mit eurem Unternehmenslogo wird daraus ein praktischer Alltagsbegleiter mit Mehrwert.

5. Edelstahl, Glas und Porzellan oder der Kunststoff Tritan

Verglichen mit Flaschen und Bechern aus Kunststoff, schneiden solche aus Edelstahl, Glas oder Porzellan nicht nur aus Umweltschutzgründen besser ab. Durch eine mögliche Belastung von Kunststoff mit Bisphenol A (BPA) sind die genannten Materialien auch für die Gesundheit die bessere Wahl. Relativ bekannt sind bei Kaffeeliebhabern mittlerweile die Coffee2Go-Becher der Firma Mahlwerck, die sich rundum individuell und haltbar bedrucken lassen.

Wenn es trotzdem eine Trinkflasche aus Kunststoff sein soll, ist Tritan als Material eine bessere Wahl, da dieses nicht mit BPA belastet ist.

Einen interessanten Werbeartikel aus Glas stellt z. B. ein Windlicht dar, das so mit eurer Firmenfarbe bedruckt wird, dass euer Logo hindurchscheint:

Links: Produkte der Firma Mahlwerck. Rechts: Glas-Windlicht mit Firmenlogo.

Nachhaltige Werbeartikel aus Porzellan – z. B. der Coffee2Go-Becher der Firma Mahlwerck. Rechts: Windlicht aus Glas mit Firmenlogo.

Fazit: Genau hinschauen lohnt sich

„Es ist nicht alles Gold, das glänzt.“ – Diese Redewendung trifft leider auch beim Thema nachhaltige Materialien für Werbeartikel zu. So klingt „biologisch abbaubarer Kunststoff“ zwar vernünftig, fällt in der Praxis jedoch durch. Der nachhaltige Rohstoff Bambus wird durch mögliche Schadstoffe in beigesetztem Klebstoff gesundheitsbedenklich … für Umwelt und die eigene Gesundheit ist es also ratsam, genauer hinzuschauen und auch beim Thema Werbeartikel auf Herkunft und Zusammensetzung zu achten.


Welcher der vorgestellten Artikel / Materialien gefällt euch am besten? Hättet ihr gedacht, dass eine Baumwolltragetasche erst dann ökologisch sinnvoll ist, wenn sie etwa 30-mal wiederverwendet wurde?

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